Das Speichergeschäft

innogy setzt modernste Technologie ein

Gaspipelines im Nachtlicht: Der Gasspeicher Epe H befindet sich an einem der attraktivsten Speicherstandorte Europas.

Erdgasspeicher ermöglichen eine zuverlässige Erdgasversorgung. Innerhalb der EU verfügt Deutschland derzeit über das umfangreichste Speichervolumen. Bundesweit arbeiten Anlagen mit einer Gesamtkapazität von rund 25 Milliarden Kubikmetern und ermöglichen so eine stabile sowie flexible Bereitstellung des im Markt benötigten Erdgases.

Erdgas wird zur optimalen Auslastung der Förderanlagen und Transportsysteme kontinuierlich in vertraglich fixierten Mengen importiert – unabhängig vom tatsächlichen Bedarf. Dieser unterscheidet sich innerhalb der Jahreszeiten erheblich: Der Tagesabsatz an kalten Wintertagen kann bis zu sechsmal so hoch sein wie an Sommertagen.

In Zeiten des geringen Verbrauchs wird Erdgas eingespeichert. Steigt der Bedarf, steht das gespeicherte Erdgas zur Ausspeicherung zur Verfügung.

Erdgasspeicher gleichen somit starke Verbrauchsunterschiede aus und sichern ganzjährig eine stabile Energieversorgung. Sie sind aber nicht nur ein notwendiges Bindeglied zwischen Erdgasförderung und Verbraucher. Erdgasspeicher spielen auch eine wichtige Rolle im liberalisierten Gasmarkt zur Optimierung des Gashandels. Seit 2009 werden laut EU-Binnenmarktpaket Erdgashandel/Vertrieb, Gasspeicherung und staatlich regulierte Netze getrennt bewirtschaftet. Keiner der Marktakteure kann allein die Versorgung sicherstellen. Nur die optimale Zusammenarbeit aller Beteiligten garantiert eine stabile Erdgaslieferung – für Privathaushalte wie für die Industrie.

Speicherbuchung

Warum wird Erdgas gespeichert?

Europäische Gashändler nutzen Erdgasspeicher einerseits, um Bedarfsschwankungen auszugleichen und die Energieversorgung auch im Fall von Lieferverzögerungen zu gewährleisten. Andererseits ermöglicht die Speicherung Händlern, ihre Gasbezüge sowie ihr Handelsportfolio zu optimieren.

Für Netzbetreiber sind Erdgasspeicher zudem eine wichtige Quelle externer Regelenergie. Diese wird gebraucht, wenn es im Marktgebiet zum Ungleichgewicht zwischen Einspeisung und Entnahme kommt und der Bilanzkreis dementsprechend angepasst werden muss.

Speichertypen

Illustration eines unterirdischen Kavernenspeichers für Erdgas

Erdgas speichert man in unterirdischen Poren- oder Kavernenspeichern. Sie befinden sich zwischen 500 und 2.500 Meter tief unter der Erde.

Die innogy Gas Storage NWE betreibt und vermarktet derzeit ausschließlich Kavernenspeicher. Diese künstlichen Hohlräume in tiefen Salzformationen können eine Höhe von 100 Metern und einen Durchmesser von 80 Metern erreichen.

In jedem Kavernenspeicher befindet sich ein gewisses Gaspolster – das Kissengas. Es garantiert die Standfestigkeit der Kaverne. Die physikalischen Eigenschaften der Salzschicht sorgen zudem für eine natürliche Dichtung.

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